Vergrößernde Sehhilfen
Auch denjenigen, die mit Ihrer Sicht trotz Brille nicht zufrieden sind, können wir weiterhelfen. Unsere Auswahl an vergrößernden Sehhilfen ist außerordentlich!
Hubert Gassl ist ein Experte auf diesem Gebiet und wurde von der WVAO (Wissenschaftliche Vereinigung für Augenoptik und Optometrie) ausgezeichnet als
Anerkannter Fachberater für Sehbehinderte!
Warum können Brillen und Kontaktlinsen nicht jedes Problem lösen?
Bevor in unserem Gehirn ein optischer Eindruck entsteht, ist ein komplizierter Vorgang erforderlich, an dem alle Teile des Auges beteiligt sind. Die auf das Auge fallenden Lichtstrahlen werden durch den Brechwert der Hornhaut und der Linse gebündelt. Sie treffen in einem Punkt auf der Netzhaut zusammen. Die Netzhaut enthält Sinneszellen und Nervenfasern, die sich zum Sehnerv vereinigen. Er ist das "Leitungskabel" zum Gehirn, wo wir das in der Netzhaut entstandene Bild wahrnehmen. Mit Hilfe von Brillen oder Kontaktlinsen kann man fehlerhafte Augenbrechwerte ausgleichen. Nichts ausrichten kann man Beeinträchtigungen der Sehschärfe, die durch Funktionsausfäll z.B. im Bereich der Netzhaut oder des Sehnervs, entstanden sind. Zerstörte Sinneszellen und Sehnervenfasern vermag auch kein Medikament und keine Operation wiederherzustellen. Trotz der großen Fortschritte der Augenheilkunde sind also den Möglichkeiten zu helfen, Grenzen gesetzt. Dennoch kann ein Augenarzt oder der ausgebildete Low-Vision-Spezialist oftmals mit speziellen optischen Hilfsmitteln das Schicksal seiner sehbehinderten Patienten bzw. Kunden erleichtern. So brauchen viele von ihnen weder aufs Lesen noch aufs Fernsehen zu verzichten, und manche sind in der Lage, Ihren Beruf auszuüben; sie erledigen Einkäufe ohne fremde Hilfe, gehen allein auf Reisen.
Wann können vergrößernde Sehhilfen helfen?
An den Stellen der Netzhaut, die nicht mehr funktionstüchtig sind, ist kein genaues Erkennen möglich. Es entstehen Bildausfälle. Beim Lesen und bei allem, was man fixiert, stören die um so mehr, je näher sie an der Stelle des schärfsten Sehens liegen und je größer sie sind.
Optische Hilfsmittel und Bildschirm-Lesegeräte haben Erfolg, wenn im zentralen Bereich der Netzhaut genügend intakte Inseln liegen, so daß z.B. eine vergrößerte Schriftteilen zusammenhängend erkannt werden kann. Der Umgang mit vergrößernden Sehhilfen ist zunächst schwierig. Je stärker die Vergrößerung sein muß, desto mehr Geduld erfordert die Umstellung, denn in dem Maße, wie die Schrift größer wird, verkleinert sich der Textausschnitt, den man auf einen Blick erfassen kann. Vor allem bei Systemen, die man als Brille trägt, muß man sich an einen anderen, oft erheblich geringeren Leseabstand gewöhnen. Auch die optischen Hilfsmittel für die Ferne sind anfangs nicht leicht zu handhaben. Doch alle diese Schwierigkeiten lassen sich durch Üben überwinden.
Man muß natürlich den festen Willen haben, sich seine Unabhängigkeit zu bewahren, wieder lesen zu können, oder sich mit einem anderen geeigneten Hobby zu beschäftigen.
Welche optischen Hilfsmittel gibt es heute für Sehbehinderte?
Durch technische Verbesserungen und Entwicklung neuer Systeme haben sich die Möglichkeiten zu helfen, erweitert, doch die richtige Wahl für den Fehlsichtigen zu treffen, erfordert sehr viel Zeit und Einfühlungsvermögen. Es ist nicht damit getan, die im Augenblick günstigste Sehhilfe zu bestimmen, denn dann wäre die Enttäuschung bereits vorprogrammiert. Zum einen ist die Ursache der Sehbehinderung, also die Erkrankung, ausschlaggebend und ebenso ihr weiterer Verlauf; zum anderen muß der Anpasser die Mentalität des Patienten, seine Lebensgewohnheiten und seine Bereitschaft mit der vergrößernden Sehhilfe zurechtzukommen, berücksichtigen.
Den ersten Anhaltspunkt liefert die Sehschärfe: Je geringer sie ist, desto stärker muß die Vergrößerung sein. Die Tabelle zeigt vereinfacht an einigen Beispielen, bei welcher Sehschärfe welche Hilfsmittel im Nahbereich Verbesserungen bringen können.